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Choreografie

Was steigert die Qualität eines Stückes, intensiviert das Erlebnis für die Zuschauenden?

Wo liegt der Unterschied zwischen professionellen Tänzer/innen auf der Bühne und

5-jährigen bei ihrem ersten Auftritt?

Ist es jetzt einerseits die „Hohe Kunst“, sich an ein Jahrhundertwerk von Strawinsky heranzuwagen und andererseits die „Nicht- Kunst“ einen Pusteblumentanz für Vorschulkinder zu entwerfen?

An den Prinzipien, die grundsätzlich eine Herausforderung ausmachen, ändert sich nichts.

Ich bewege mich einfach nur auf verschiedenen Ebenen.

Eine choreografische Schöpfung kann einen Akt des Überlebens bedeuten oder sie ist gemacht für den Moment, in dem junge Tänzerinnen über den ganzen Körper strahlen vor Begeisterung über sich selbst und ihr Stück.

Meine Arbeit am Entwurf und die Aufmerksamkeit im Entstehungsprozess sollten sich nicht unterscheiden auf diesen Ebenen. Meine selbst aufgestellten Regeln variieren nicht durch die Fallhöhe des Anspruches.

Es steigert den intellektuellen Genuss, wenn  Stücke mit einer überraschenden Struktur oder auch  mit einer intelligent durchdachten Befreiung von der Form beeindrucken können.

Verbindet sich darüber hinaus eine Energie (eine kraftvolle, berührende, sanfte, fassungslos machende, Schrecken verursachende oder stille –  ganz egal) mit mir als zuschauendem Menschen kann es diesen perfekten Moment geben.

Für alle: gleichermaßen für die Fachidioten mit Tunnelblick und diejenigen, die sich zum allerersten Mal in einem Theater wiederfinden.

In diesem besten aller theatralen Momente treffen sich Zuschauende und Darsteller in einem Zirkelgeschehen. Ein Kreis schließt sich.

Und weil im wirklichen Leben eine übergroße Menge schmerzhaft schief gehen kann, höre ich nicht auf von diesem einen, kleinen flüchtig perfekten Moment zu träumen

 

2012 „Ufer/Outside“ | 25.8.12

Eröffnungsveranstaltung der Tanznacht Berlin 2012

Mitarbeit als Choreografin

Künstlerische Leitung: Jo Parkes

„Ohne mich“

TanzZeitjugendcompany Evoke: Vorstellungen im Radialsystem Berlin,

Wolfsburg und München.

2005 – heute Performanceprojekte, Tanzprobebühne Marameo
   
2009 „Danse Populaire“ – Gopher Mambo

Schloß Genshagen

2001 – 2007 Jährliche Choreografien für das Internationale Gymnastiktreffen in Kiel
   
2000 „Frühlingsopfer“        Musik: I. Stravinsky

Zusammenarbeit mit den Pianisten Frank Immo Zichner und Frank Gutschmidt                                                            

Vorstellungen im Schloss Rheinsberg.

1996 „Tanz der Guarneri“   Musik: J.S. Bach

Zusammenarbeit mit dem Soloviolinisten Joji Hattori

Vorstellungen in der Akademie der Künste Berlin und dem Schlosstheater Potsdam

1986 – 1995 Zahlreiche Choreografien (u. a. mit Musik von: Arvo Pärt, Luciano Berio, Ralf Krause,

John Lurie, Franz Schubert ), die in Jerusalem, New York, Wuppertal, Hannover und

Berlin aufgeführt wurden.