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Le Sacre du Printemps

Le Sacre du Printemps | 2000

“Ein mächtiges, manchmal erschreckend gewaltvolles Stück. An wenigen Stellen wirkt es roh, wie unbehauen, schieben sich Sequenzen schroff und eilig aneinander.

Ein Stück, das sich nicht nur der Musik, sondern dem Tanz selbst zu widersetzen schien. Sie tanzten, als würden sie schreien. In An Boekmans Interpretation fällt die Opferung schließlich aus.
Esther Dischereit

„Unvergesslich“ war das erste Wort, das man an diesem Abend wieder sprechen wollte.“Wahnsinn“ war eines der Wörter, das man beim Hinausgehen öfter zu hören bekam…

Weit weg von den durch die Masse der Akteure beeindruckenden Choreografie-Vorbildern, findet sich in der Körpersprache der drei Tänzerinnen in viel konzentrierterer Form wieder, was Strawinsky dem zu opfernden Mädchen mit auf den Weg gegeben hat.

Weiche Gesten, jäh und unbarmherzig abgeschnitten von eiskalten Akkorden wie Göttersalven, verursachen ein Wechselbad der Gefühle. Zwischen Anmut, Schönheit, Empörung, Wut und Stumpfheit bewegen sich die Musik und die Körper der Tänzerinnen. Was An Boekman ihren insgesamt fünf Darstellern abverlangt, geht bis an die physische und psychische Schmerzgrenze vonTänzerinnen und Pianisten…
Uwe Klemens, Märkische Allgemeine

 

Musik: Igor Strawinsky

Tanz: Renata Cisek, Chandana M. Hörmann, Britta Pudelko

Klavier: Frank Gutschmidt, Frank Immo Zichner

Choreografie: An Boekman

Schloß Rheinsberg